Blumenschmuck‑Abschluss im „Schönblick“: ein Meer aus Pflanzen

Ein Meer aus Pflanzen leuchtete den Besucherinnen und Besuchern am Samstagabend im Vereinsheim „Schönblick“ entgegen. Liebevoll hatten die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Kleiningersheim die Bühne mit Weihnachtssternen und vielen weiteren Pflanzen dekoriert – bereit zur Abholung für die Preisträgerinnen und Preisträger des Blumenschmuckwettbewerbs.
„Wir bewerten alles, was von der Straße aus zu sehen ist“, erklärte die Vereinsvorsitzende Hilde Grabenstein das Prinzip des traditionellen Wettbewerbs. Das allgemeine Niveau sei in diesem Jahr besonders hoch gewesen – und der warme Herbst habe zusätzlich für eine üppige Blütenpracht gesorgt. Die Kommission ist dreimal im Jahr im Ort unterwegs und nimmt dabei Balkone und Gärten gleichermaßen in den Blick. Rund 430 Haushalte wurden so erneut vom vierköpfigen Team bewertet – nach Kriterien wie Gesamteindruck, Pflege, Sortenvielfalt und Farbkombinationen. Bis zur Abschlussfeier wurden dadurch mehr als 70 Familien und Einzelpersonen als Preisträger ausgezeichnet.
Wie viel Herzblut dahintersteckt, zeigen die Geschichten einzelner Teilnehmerinnen: Adolfine Watzlawski pflegt nach eigenen Angaben schätzungsweise 1.000 Pflänzchen auf ihrem Grundstück. Besonders angetan haben es ihr bunte Sommerpflanzen wie Margeriten oder Fuchsien. „Wenn man sieht, wie sie heranwachsen, ist das toll“, schwärmte sie – und die Freude über eine Auszeichnung bleibt jedes Jahr aufs Neue groß. Auch Irmgard Schaaf gerät beim Thema Blumen ins Schwärmen: „Meine Lieblingspflanzen sind Lilien. Die riechen einfach wunderbar“, erzählte die 76‑Jährige. In ihrem großen Staudengarten auf dem Sonnenhof wachsen unzählige Arten – vieles zieht sie selbst, Tag für Tag, Jahr für Jahr.
Noch lange blieb das Publikum an diesem Abend im „Schönblick“ – nicht nur wegen des beeindruckenden Pflanzenmeers. Auch das vergnügliche Kaffeekränzchen des „s’ensembles“ sorgte für beste Unterhaltung und brachte die Lachmuskeln ordentlich in Bewegung. Umso ausgelassener war die Stimmung, als die Preisträgerinnen und Preisträger am Ende ihre Blumen entgegennahmen.